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Schulterdrücken - Technik und richtige Ausführung

Datum der Hinzufügung: 2026-01-09 | Datum der Änderung: 2026-01-09 | Autor: Marbo Sport

Lesezeit: 6 min.

Schulterdrücken ist mehr als Überkopfdrücken mit Gewicht – eine effektive Übung für gezielte Muskulatur und starke Schultern. Entdecke Technik, Varianten mit Langhantel und Kurzhanteln im ausführlichen Artikel!

Schulterdrücken main
  1. Kraftaufbau für den musculus deltoideus und mehr - was ist Schulterdrücken?
  2. Schulterdrücken Muskeln: welche Muskelgruppen arbeiten mit?
  3. Schulterdrücken mit der Langhantel – Schritt für Schritt
  4. Varianten des Schulterdrückens
  5. Schultertraining optimieren

Schulterdrücken ist eine zentrale Grundübung im Krafttraining und spielt eine entscheidende Rolle beim Aufbau von Kraft in der oberen Körperhälfte. Als klassisches Überkopfdrücken mit Langhantel, Kurzhanteln oder an der Maschine stärkt es gezielt die Schultern und den musculus deltoideus – besonders den vorderen und seitlichen Anteil.

Doch Schulterdrücken kann mehr: es formt die Schultern ästhetisch, verbessert die Stabilität im Gelenk und aktiviert unterstützende Muskulatur im gesamten Oberkörper. Mit sauberer Übungsausführung und der richtigen Technik wird diese Übung zum Schlüssel für sichtbare Fortschritte. In diesem Artikel erfährst du, wie du Schulterdrücken korrekt ausführst, welche Varianten es gibt und wie du typische Fehler vermeidest – für ein starkes, sicheres und effektives Training.

Kraftaufbau für den musculus deltoideus und mehr - was ist Schulterdrücken?

Schulterdrücken ist eine klassische Oberkörperübung, bei der Gewicht kontrolliert über den Kopf gedrückt wird. Sie zählt zu den effektivsten Methoden für gezielten Kraftaufbau in der Schultermuskulatur. Beim Schulterdrücken wird die Stange oder Kurzhanteln von Schulterhöhe nach oben bewegt – ein Überkopfdrücken, das Stabilität und saubere Übungsausführung erfordert.

Die Military Press mit Langhantel gilt als bekannteste Variante. Im Vergleich zu anderen Formen wie dem Frontdrücken mit Kurzhanteln erfordert sie mehr Körperspannung und präzise Atmung, um typische Fehler wie ein überstreckter Rücken zu vermeiden.

Schulterdrücken Muskeln: welche Muskelgruppen arbeiten mit?

Schulterdrücken muskeln

Schulterdrücken ist eine vielseitige Grundübung, die beim Überkopfdrücken mit Langhantel, Kurzhanteln oder an der Maschine mehrere Muskelgruppen gleichzeitig aktiviert. Die Bewegung – das Drücken von Gewicht über die Schulterhöhe hinaus – fordert nicht nur die Schultern, sondern auch unterstützende und stabilisierende Muskeln im gesamten Oberkörper.

Hauptziel: Schultermuskulatur

Die Übung zielt vor allem auf den musculus deltoideus, also den Deltamuskel. Er besteht aus drei funktionellen Anteilen:

  • Vorderer Teil – aktiviert beim Frontdrücken und bei engerem Griff
  • Seitlicher Teil – besonders beansprucht bei klassischem Military Press
  • Hinterer Teil – unterstützt die Bewegung und sorgt für Schulterbalance

Unterstützende Muskeln

Neben dem Deltamuskel arbeiten weitere Muskelgruppen mit:

  • Musculus triceps brachii – streckt die Ellenbogen beim Drücken
  • Musculus trapezius – stabilisiert die Schulterblätter und unterstützt die Haltung
  • Brustmuskeln – je nach Ausführung und Equipment leicht beteiligt

Stabilisation durch Core und Haltung

Damit die Übungsausführung sicher bleibt, müssen auch stabilisierende Muskeln aktiv sein:

  • Bauchmuskeln und Rumpf – sorgen für Körperspannung und schützen den Rücken
  • Unterarme und Handgelenke – halten die Stange oder Kurzhanteln stabil
  • Schultergelenke – müssen bei jeder Wiederholung kontrolliert geführt werden

Saubere Technik, kontrollierte Atmung und stabile Haltung sind entscheidend, um Fehler zu vermeiden und das volle Potenzial auszuschöpfen. Ob mit Lang- oder Kurzhantel – du trainierst nicht nur einzelne Muskeln, sondern dein gesamtes System.

Schulterdrücken mit der Langhantel – Schritt für Schritt

Schulterdrücken mit der langhantel

Die sitzende Variante des Schulterdrückens mit der Langhantel ist ideal für gezielten Muskelaufbau im Oberkörper. Als klassische Military Press im Sitzen reduziert sie die Beteiligung des Unterkörpers und legt den Fokus auf die Schultern, den musculus triceps brachii, den musculus trapezius und die Schlüsselbeinfasern des Brustmuskels.

Ausführung:

  1. Stelle eine aufrechte Schrägbank mit stabiler Rückenlehne bereit. Die Schulterhöhe sollte so gewählt werden, dass die Langhantel bequem gegriffen werden kann.
  2. Positioniere die Langhantel im Rack oder an der Schulterpresse. Die Startposition liegt knapp über der Schulterhöhe.
  3. Greife die Langhantel etwas breiter als schulterbreit. Die Handgelenke bleiben gerade, die Ellenbogen zeigen leicht nach vorne.
  4. Setze dich aufrecht hin, lehne den Rücken an, spanne Bauchmuskeln und Rumpf an. Die Füße stehen fest am Boden, der Kopf bleibt neutral.
  5. Halte die Langhantel auf Schulterhöhe, die Hände befinden sich unter der Stange. Atme tief ein und bereite dich auf die Bewegung vor.
  6. Drücke die Langhantel kontrolliert über den Kopf, bis die Arme fast gestreckt sind. Schultern, Trizeps und oberer Rücken arbeiten aktiv mit.
  7. Senke das Gewicht langsam und gleichmäßig zurück bis knapp über die Schulterhöhe. Halte Spannung im Rumpf und achte auf eine saubere Linie.
  8. Wiederhole die Bewegung für die gewünschte Anzahl an Wiederholungen. Achte dabei auf gleichmäßige Atmung und kontrollierte Ausführung.

Varianten des Schulterdrückens

Schulterdrücken lässt sich flexibel ins Training einbauen – je nach Ziel, Equipment und Fokus auf Haltung oder Muskelaktivierung.

  1. Kurzhantel Schulterdrücken
    Sitzend oder stehend, beidarmig oder einarmig – diese Variante erlaubt mehr Bewegungsfreiheit. Die Handgelenke bleiben neutral, die Schulterblätter stabil. Ideal für die Seite des Körpers, die schwächer ist oder Schmerzen zeigt.
  2. Arnold Press
    Eine dynamische Übung mit Handgelenksrotation. Die Bewegung startet vor dem Gesicht und endet über dem Kopf. Sie aktiviert zusätzlich die vorderen Schultergelenke und fördert die Kontrolle über die Handwurzel und Arme.
  3. Schulterdrücken ohne Geräte
    Mit dem eigenen Körpergewicht, z. B. in der Pike-Position oder als Handstand-Variation. Diese Übungen stärken die Haltung, den Bauch und die Schulterblätter – mit hohem Trainingseffekt und geringem Verletzungsrisiko.
  4. Gerätevarianten
    Die Multipresse bietet geführte Bewegungslinien und entlastet die Rückenlehne. Für Einsteiger eignet sich besonders eine Schulterdrücken-Maschine, die so konstruiert ist, dass sie eine korrekte Körperhaltung unterstützt und die Bewegung stabil führt.

Worauf du beim Schulterdrücken achten solltest

Beim Schulterdrücken schleichen sich leicht technische Fehler ein, die den Trainingseffekt mindern und das Verletzungsrisiko erhöhen. Zu den häufigsten zählen:

  1. Überstreckung und Holkreuz
    Ein starkes Hohlkreuz belastet den unteren Rücken. Tipp: Rumpf und Bauch aktiv anspannen, Füße fest am Boden, Rückenlehne nutzen.
  2. Falsche Kopfhaltung
    Ein nach vorne oder hinten geneigter Kopf stört die Linie der Bewegung. Tipp: Kopf neutral halten, Blick geradeaus.
  3. Ungünstiger Bewegungsablauf
    Zu schnelles Drücken oder asymmetrisches Absenken führen zu Instabilität. Tipp: Langsam und kontrolliert arbeiten, beide Seiten gleichmäßig belasten.
  4. Zu weiter oder enger Griff
    Beeinflusst die Belastung der Schultergelenke. Tipp: Griff etwas breiter als schulterbreit wählen, Handgelenke stabil halten.

Schultertraining optimieren

  • Atmung bewusst steuern
    Vor dem Pressen tief einatmen, beim Absenken kontrolliert ausatmen – das stabilisiert den Rumpf und verbessert die Bewegungslinie.
  • Körperspannung halten
    Egal ob mit Langhantel, Kurzhanteln oder beim schulterdrücken ohne Geräte – Bauch und Rücken aktivieren, um Haltung und Gelenke zu schützen.
  • Schultermobilität verbessern
    Regelmäßige Mobilisationsübungen fördern die Beweglichkeit der Schultergelenke und reduzieren Schmerzen beim Training.
  • Geräte gezielt einsetzen
    Die Schulterdrücken-Maschine bietet geführte Bewegungen und hilft, Technik und Sicherheit zu verbessern – ideal für Einsteiger und Fortgeschrittene.
  • Bewegung kontrollieren
    Langsam und gleichmäßig drücken und absenken, Handgelenke stabil halten, Arme sauber führen – für maximalen Trainingseffekt und minimale Verletzungsgefahr.

Ein effektives Schultertraining lebt von Technik, Kontrolle und bewusster Atmung. Wer regelmäßig an Mobilität, Körperspannung und sauberer Ausführung arbeitet, steigert den Trainingseffekt und schützt Gelenke langfristig. Ob mit Hantel, Gerät oder ganz ohne – Qualität schlägt Quantität.

Integriere diese Tipps direkt in deinen Trainingsplan und bring deine Schulterroutine aufs nächste Level!

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