Schulterdrücken - Technik und richtige Ausführung
Datum der Hinzufügung: 2026-01-09 | Datum der Änderung: 2026-01-09 | Autor: Marbo Sport
Lesezeit: 6 min.
Schulterdrücken ist mehr als Überkopfdrücken mit Gewicht – eine effektive Übung für gezielte Muskulatur und starke Schultern. Entdecke Technik, Varianten mit Langhantel und Kurzhanteln im ausführlichen Artikel!
- Kraftaufbau für den musculus deltoideus und mehr - was ist Schulterdrücken?
- Schulterdrücken Muskeln: welche Muskelgruppen arbeiten mit?
- Schulterdrücken mit der Langhantel – Schritt für Schritt
- Varianten des Schulterdrückens
- Schultertraining optimieren
Schulterdrücken ist eine zentrale Grundübung im Krafttraining und spielt eine entscheidende Rolle beim Aufbau von Kraft in der oberen Körperhälfte. Als klassisches Überkopfdrücken mit Langhantel, Kurzhanteln oder an der Maschine stärkt es gezielt die Schultern und den musculus deltoideus – besonders den vorderen und seitlichen Anteil.
Doch Schulterdrücken kann mehr: es formt die Schultern ästhetisch, verbessert die Stabilität im Gelenk und aktiviert unterstützende Muskulatur im gesamten Oberkörper. Mit sauberer Übungsausführung und der richtigen Technik wird diese Übung zum Schlüssel für sichtbare Fortschritte. In diesem Artikel erfährst du, wie du Schulterdrücken korrekt ausführst, welche Varianten es gibt und wie du typische Fehler vermeidest – für ein starkes, sicheres und effektives Training.
Kraftaufbau für den musculus deltoideus und mehr - was ist Schulterdrücken?
Schulterdrücken ist eine klassische Oberkörperübung, bei der Gewicht kontrolliert über den Kopf gedrückt wird. Sie zählt zu den effektivsten Methoden für gezielten Kraftaufbau in der Schultermuskulatur. Beim Schulterdrücken wird die Stange oder Kurzhanteln von Schulterhöhe nach oben bewegt – ein Überkopfdrücken, das Stabilität und saubere Übungsausführung erfordert.
Die Military Press mit Langhantel gilt als bekannteste Variante. Im Vergleich zu anderen Formen wie dem Frontdrücken mit Kurzhanteln erfordert sie mehr Körperspannung und präzise Atmung, um typische Fehler wie ein überstreckter Rücken zu vermeiden.
Schulterdrücken Muskeln: welche Muskelgruppen arbeiten mit?
Schulterdrücken ist eine vielseitige Grundübung, die beim Überkopfdrücken mit Langhantel, Kurzhanteln oder an der Maschine mehrere Muskelgruppen gleichzeitig aktiviert. Die Bewegung – das Drücken von Gewicht über die Schulterhöhe hinaus – fordert nicht nur die Schultern, sondern auch unterstützende und stabilisierende Muskeln im gesamten Oberkörper.
Hauptziel: Schultermuskulatur
Die Übung zielt vor allem auf den musculus deltoideus, also den Deltamuskel. Er besteht aus drei funktionellen Anteilen:
- Vorderer Teil – aktiviert beim Frontdrücken und bei engerem Griff
- Seitlicher Teil – besonders beansprucht bei klassischem Military Press
- Hinterer Teil – unterstützt die Bewegung und sorgt für Schulterbalance
Unterstützende Muskeln
Neben dem Deltamuskel arbeiten weitere Muskelgruppen mit:
- Musculus triceps brachii – streckt die Ellenbogen beim Drücken
- Musculus trapezius – stabilisiert die Schulterblätter und unterstützt die Haltung
- Brustmuskeln – je nach Ausführung und Equipment leicht beteiligt
Stabilisation durch Core und Haltung
Damit die Übungsausführung sicher bleibt, müssen auch stabilisierende Muskeln aktiv sein:
- Bauchmuskeln und Rumpf – sorgen für Körperspannung und schützen den Rücken
- Unterarme und Handgelenke – halten die Stange oder Kurzhanteln stabil
- Schultergelenke – müssen bei jeder Wiederholung kontrolliert geführt werden
Saubere Technik, kontrollierte Atmung und stabile Haltung sind entscheidend, um Fehler zu vermeiden und das volle Potenzial auszuschöpfen. Ob mit Lang- oder Kurzhantel – du trainierst nicht nur einzelne Muskeln, sondern dein gesamtes System.
Schulterdrücken mit der Langhantel – Schritt für Schritt
Die sitzende Variante des Schulterdrückens mit der Langhantel ist ideal für gezielten Muskelaufbau im Oberkörper. Als klassische Military Press im Sitzen reduziert sie die Beteiligung des Unterkörpers und legt den Fokus auf die Schultern, den musculus triceps brachii, den musculus trapezius und die Schlüsselbeinfasern des Brustmuskels.
Ausführung:
- Stelle eine aufrechte Schrägbank mit stabiler Rückenlehne bereit. Die Schulterhöhe sollte so gewählt werden, dass die Langhantel bequem gegriffen werden kann.
- Positioniere die Langhantel im Rack oder an der Schulterpresse. Die Startposition liegt knapp über der Schulterhöhe.
- Greife die Langhantel etwas breiter als schulterbreit. Die Handgelenke bleiben gerade, die Ellenbogen zeigen leicht nach vorne.
- Setze dich aufrecht hin, lehne den Rücken an, spanne Bauchmuskeln und Rumpf an. Die Füße stehen fest am Boden, der Kopf bleibt neutral.
- Halte die Langhantel auf Schulterhöhe, die Hände befinden sich unter der Stange. Atme tief ein und bereite dich auf die Bewegung vor.
- Drücke die Langhantel kontrolliert über den Kopf, bis die Arme fast gestreckt sind. Schultern, Trizeps und oberer Rücken arbeiten aktiv mit.
- Senke das Gewicht langsam und gleichmäßig zurück bis knapp über die Schulterhöhe. Halte Spannung im Rumpf und achte auf eine saubere Linie.
- Wiederhole die Bewegung für die gewünschte Anzahl an Wiederholungen. Achte dabei auf gleichmäßige Atmung und kontrollierte Ausführung.
Varianten des Schulterdrückens
Schulterdrücken lässt sich flexibel ins Training einbauen – je nach Ziel, Equipment und Fokus auf Haltung oder Muskelaktivierung.
- Kurzhantel Schulterdrücken
Sitzend oder stehend, beidarmig oder einarmig – diese Variante erlaubt mehr Bewegungsfreiheit. Die Handgelenke bleiben neutral, die Schulterblätter stabil. Ideal für die Seite des Körpers, die schwächer ist oder Schmerzen zeigt. - Arnold Press
Eine dynamische Übung mit Handgelenksrotation. Die Bewegung startet vor dem Gesicht und endet über dem Kopf. Sie aktiviert zusätzlich die vorderen Schultergelenke und fördert die Kontrolle über die Handwurzel und Arme. - Schulterdrücken ohne Geräte
Mit dem eigenen Körpergewicht, z. B. in der Pike-Position oder als Handstand-Variation. Diese Übungen stärken die Haltung, den Bauch und die Schulterblätter – mit hohem Trainingseffekt und geringem Verletzungsrisiko. - Gerätevarianten
Die Multipresse bietet geführte Bewegungslinien und entlastet die Rückenlehne. Für Einsteiger eignet sich besonders eine Schulterdrücken-Maschine, die so konstruiert ist, dass sie eine korrekte Körperhaltung unterstützt und die Bewegung stabil führt.
Worauf du beim Schulterdrücken achten solltest
Beim Schulterdrücken schleichen sich leicht technische Fehler ein, die den Trainingseffekt mindern und das Verletzungsrisiko erhöhen. Zu den häufigsten zählen:
- Überstreckung und Holkreuz
Ein starkes Hohlkreuz belastet den unteren Rücken. Tipp: Rumpf und Bauch aktiv anspannen, Füße fest am Boden, Rückenlehne nutzen. - Falsche Kopfhaltung
Ein nach vorne oder hinten geneigter Kopf stört die Linie der Bewegung. Tipp: Kopf neutral halten, Blick geradeaus. - Ungünstiger Bewegungsablauf
Zu schnelles Drücken oder asymmetrisches Absenken führen zu Instabilität. Tipp: Langsam und kontrolliert arbeiten, beide Seiten gleichmäßig belasten. - Zu weiter oder enger Griff
Beeinflusst die Belastung der Schultergelenke. Tipp: Griff etwas breiter als schulterbreit wählen, Handgelenke stabil halten.
Schultertraining optimieren
- Atmung bewusst steuern
Vor dem Pressen tief einatmen, beim Absenken kontrolliert ausatmen – das stabilisiert den Rumpf und verbessert die Bewegungslinie. - Körperspannung halten
Egal ob mit Langhantel, Kurzhanteln oder beim schulterdrücken ohne Geräte – Bauch und Rücken aktivieren, um Haltung und Gelenke zu schützen. - Schultermobilität verbessern
Regelmäßige Mobilisationsübungen fördern die Beweglichkeit der Schultergelenke und reduzieren Schmerzen beim Training. - Geräte gezielt einsetzen
Die Schulterdrücken-Maschine bietet geführte Bewegungen und hilft, Technik und Sicherheit zu verbessern – ideal für Einsteiger und Fortgeschrittene. - Bewegung kontrollieren
Langsam und gleichmäßig drücken und absenken, Handgelenke stabil halten, Arme sauber führen – für maximalen Trainingseffekt und minimale Verletzungsgefahr.
Ein effektives Schultertraining lebt von Technik, Kontrolle und bewusster Atmung. Wer regelmäßig an Mobilität, Körperspannung und sauberer Ausführung arbeitet, steigert den Trainingseffekt und schützt Gelenke langfristig. Ob mit Hantel, Gerät oder ganz ohne – Qualität schlägt Quantität.
Integriere diese Tipps direkt in deinen Trainingsplan und bring deine Schulterroutine aufs nächste Level!






